Freundeskreis Panzerlehrbataillon 93 e.V.

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Besuch beim Bataillon im GÜZ Ende Mai 2008                                                                                                  11.07.08

                       

Mit einer kleinen Delegation besuchte der Freundkreis am 30.Mai 2008 das Bataillon in der Schlussphase der Ausbildung für den ORF-Auftrag 2008 im Gefechtsübungszentrum (GÜZ) in der Altmark. Nach einer kurzen Einweisung in Lage und Auftrag des GÜZ verlegten wir in den Übungsraum des Bataillons, wo Major Kriegel, hier eingesetzt als S3 StOffz, kurz und prägnant einen Lagevortrag zur Unterrichtung gab. So mit der Lage am Ausbildungstag vertraut ging es dann ins Gelände auf die erste Ausbildungsstation. Hier übte die 2./- den überraschenden Zugriff auf gesuchte Personen in einer dem Einsatzland nachempfundenen Umgebung.

Die Ausbildung fand unter der sachkundigen Leitung von Personal des GÜZ statt. Das Folgende war für die Besucher dann ein ungewohnter Anblick, die 2./- rollte auf TrspPz Fuchs von allen Seiten in das Üb-Dorf ein, dabei ein PKW mit Feldjägern und ein Wagen mit der "örtlichen" Polizei, die Aktion begleitete. Nachdem das Gehöft, in dem sich die gesuchten Personen aufhalten sollten, umstellt war, hatte der KpChef, der in seiner Funktion auch führte, in einer Übungsunterbrechung Gelegenheit, die Aufstellung seiner Kp vom Besucherhügel zu überprüfen, mit dem Leitenden vom GÜZ den Ablauf zu besprechen und dann mit den Führern und Kommandanten eine Übungsbesprechung durchzuführen.

OTL Cohrs, GÜZ, der die Führung übernommen hatte, gab uns hierzu die notwendigen Erläuterungen und betonte, dass in dieser Lage – wie in allen anderen Ausbildungsabschnitten auch – seitens des GÜZ keine vorgegebenen Handlungsabläufe erwartet werden. Es gäbe keine "Musterlösungen".

Auf der nächsten Station war für die Teile der 1./- in einer Marschsituation Rettung von Personen nach einem Sprengstoffanschlag mit einem Massenanfall an Verwundeten zu leisten. Dazu waren durch die Leitung in einem alten Tower und in dessen naher Umgebung mit Personal des GÜZ realistisch "geschminkte Verwundete" in großer Zahl eingesetzt – teilweise auch schwer auffindbar. Auch hier ging für die Führer eine kurze Einweisung am Sandkasten voraus. Auch hier realer Zeitansatz – die Kolonne rollt als Konvoi heran, als der "Anschlag" gerade stattfindet. Eine riesige Detonation, Branddarstellung, Nebel, Rauch und die Rufe der Verwundeten schufen das Szenario, das der Truppe unbekannt war. Anhalten, Erkundung und Aufklärung, Verbindung Aufnahme mit den nur leicht Verwundeten "Einheimischen", Ansatz der Kräfte, die die Verwundeten zu suchen und zu bergen hatten, Einrichten des Sammelplatzes, getrennt für Schwer- und Leichtverwundete, all das ergab eine sehr realistisches Szenario, in dem Führer und Geführte gleichermaßen gefordert waren. Die Ausbildung war nicht mit der Bergung der Verletzten und Verwundeten beendet, die erforderlichen Meldungen waren abzusetzen, mit der eintreffenden "örtlichen" Polizei war zusammen zu arbeiten, Hilfe für den Abtransport der Verletzten war anzufordern, der eintreffende BAT (Beweglicher Arzttrupp) war einzuweisen und der Abtransport nach Weisung des Notarztes einzuleiten und durchzuführen. Gem. OTL Cohrs, werden die Verletzten real abtransportiert und im real existierenden Truppen-Verbandplatz weiter versorgt, den wir zum Abschluss besuchten und alles zur Aufnahme der Verletzten vorbereitet vorfanden.

Wir traten die Rückverlegung nach Munster in der Gewissheit an, dass nach Abschluss der 14-tägigen Ausbildung im GÜZ das Bataillon gut gerüstet in den ORF Auftrag gehen kann.

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