Freundeskreis Panzerlehrbataillon 93 e.V.

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Besuch bei der 3./Panzerartillerielehrbataillon 325 am 16. Oktober 2008

27.10.08

Beim Einführungsvortrag

Mittagspause in der UHG Hindenburg-Kaserne

In der Feuerstellung - warten auf das Feuer

PzH 2000 in der Feuerstellung

Auf der B-Stelle

18 ehemalige und 6 aktive 93er trafen sich um 10:00 Uhr in der Hindenburg-Kaserne bei der 3. Batterie. Nach kurzer Begrüßung durch den Batteriefeldwebel übernahm Hauptfeldwebel Howe, ZgFhr des 2. Zuges, die Gruppe und gab zunächst eine Einweisung in die Leistungsfähigkeit der Artillerie mit eindrucksvollen Kurzvideos, immer wieder unterbrochen von neugierigen Zwischenfragen. Danach Aufteilung, eine Gruppe verlegte in den Geschütztrainer, die andere übte sich im Ausbildungszentrum Artilleriebeobachter und frischte seine Kenntnisse im Sehstreifenverfahren auf.

Nach dem Mittagessen in der UHG hieß es Aufsitzen und verlegen in die Feuerstellung der 3./- auf dem TrÜbPl Munster-Süd im FSt-Raum Alpha, dort erwartete uns im ersten Regenschauer des Tages zunächst der 2. Zug im Bereitstellungsraum. Bis zum nächsten Feuerbefehl für die Geschütze war Zeit, sich in den Geschützen und im MTW des Zugführers umzusehen und in das Munitionieren und die Ladevorgänge einweisen zu lassen, bzw. zu erfahren, dass der Zugführer nach Beziehen des Bereitstellungsraumes mit dem Schießen selbst nichts zu tun hat, sondern sich mit den Vorbereitungen für Versorgung und den nächsten Auftrag zu befassen hat.

Für uns Nichtartilleristen war eingeplant, dass bei den im Besuchzeitraum vorgesehenen Schießen jeweils ein Teilnehmer aufsitzt und mit in die Feuerstellung zum Schießen fährt, was auch geschah. Die Geschütze bezogen nach Erhalt des Feuerauftrages ihre Stellung, führten für die im Bereitstellungsraum verbliebenen Zuschauer sichtbar den Feuerbefehl aus und wechselten dann zurück in den Bereitstellungsraum. HptFw Howe erklärte dazu, dass die Rückfahrt aus der Stellung in der Regel nicht in die gleiche Ausgangsstellung erfolgt. Aus Organisationsgründen für die Besucher sei dies aber heute nicht machbar.

Während des Schießen begrüßte der Kommandeur des Artillerielehrbataillons 325 die Gruppe. Wir hatten bis dahin auch den Batterieführer; OLt Lehmann, noch nicht zu Gesicht bekommen können, weil dieser als Leitender des Schießens in der OPZ eingebunden war. Eingetroffen, gab er seine Freude über unser Interesse zum Ausdruck und lud zum Abschluss noch in die OPZ ein.

Zunächst hatten wir aber auf die B-Stelle Winklerhöhe zu verlegen, von wo aus wir Einblick in das Zielgebiet und auf die Ziele hatten. Neben der Beobachtung des Feuers interessierte besonders die Ausstattung der Beobachter mit Gerät und die Arbeitsweise der Beobachter, insbesondere die Technik der Bewertung der Lage der Schüsse. Wir erfuhren und erlebten den Austausch der Daten für das Feuer, die Auswertung der Beobachtung und die Rückmeldung per Datenfunk.

Diese Vorgänge ließen sich auf der B-Stelle auch für uns Laien sehr gut nachvollziehen, zumal die dort eingesetzten Beobachter sich die Zeit nahmen, uns die Beobachtungs– und Fernmeldegeräte ausführlich zu erklären. So blieb keine Frage offen.

Kurz vor Ende der Schießzeit verlegten wir in die OPZ, in der wir noch eine Einweisung in die Arbeit dort erhielten. Spektakuläres war nicht zu sehen, da die gesamte Rechenarbeit weitgehend automatisiert ist. Auch hier erhielten wir unsere Fragen bereitwillig und kompetent beantwortet.

Da kurz vor Eintreffen auf der OPZ ein zweiter, sehr kräftiger Regenschauer eingesetzt hatte, verlegten wir die Abschlussbesprechung in das Winschhaus, in dem der Kompanieführer uns dann verabschiedete. OTL a.D. Thönissen dankte im Namen aller Teilnehmer für einen sehr interessanten und informativen Einblick in die Arbeit der Artillerie sowie für den sehr engagierten Einsatz aller an der Betreuung und Führung Beteiligten und überreichte je eine Chronik "50 Jahre Panzerlehrbataillon 93" als Ausdruck des Dankes an den Batterieführer und unseren Führer durch den Tag.

Leider hinderte der Dienstplan mit Nachtschießen beide an der Teilnahme an dem sich anschließenden Stammtisch, bei dem zunächst das Erlebte "nachbereitet" wurde. Dann jedoch weckten die drei Ehemaligen, die zum ersten Mal an einer Veranstaltung - ohne bereits Mitglied zu sein - alte Erinnerungen, zumal einer der Drei sein altes Fotoalbum mitgebracht hatte. Beim Betrachten kamen dann - wie fast immer - Episoden aus alter Zeit zurück in das Bewusstsein der Betrachter und  Namen fielen wieder ein.

Zwei der Drei traten noch während des Stammtisches dem Freundeskreis bei.

Gegen 20:00 Uhr ging dann ein ereignisreicher Tag zu Ende.

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